17 neue Wasserschulen starten bundesweit: Erfolgsprojekt geht in die nächste Runde
Wie können Kinder gesund aufwachsen und gleichzeitig lernen, Verantwortung für ihre Umwelt zu übernehmen? Um diese Kernfrage drehen sich die Projekte von Gesunde Erde. Gesunde Kinder. wie das Erfolgsprojekt Wasserschulen. Zu Beginn des Schuljahres 2026/2027 startet nun die zweite Projektphase mit 17 neuen Wasserschulen. Damit wird das Projekt aktuell bundesweit an insgesamt 102 Schulen mit über 25.000 Kindern umgesetzt.
Zunehmende Hitzewellen und Dürreperioden in Deutschland zeigen: Wir müssen unser Wasser besser schützen und als wertvolle Ressource begreifen. Hinzukommt, dass Grundschulkinder zu wenig Wasser trinken. Genau auf die Verbindung von Kindergesundheit und Umweltschutz zielt das Projekt Wasserschulen ab: Den teilnehmenden Kindern wird Wasser als schützenswerte Ressource und lebenswichtiger Faktor für die eigene Gesundheit begreifbar.
Mehr Wasser, weniger Plastik – nachhaltiges Bewusstsein
Zum Schuljahr 2026/2027 geht das Projekt Wasserschulen in die zweite Runde. Wie bisher richtet sich das Projekt an die Klassen 1 bis 4 von Grund- und Förderschulen in ganz Deutschland. Die Ergebnisse der ersten zweijährigen Projektphase haben gezeigt, was die Verbindung von Gesundheitsförderung und Umweltbildung bewirken kann: In den bislang 85 Wasserschulen haben die teilnehmenden Kinder gemeinsam mehr als eine Million Liter Leitungswasser getrunken. Dadurch konnten mehr als zwei Millionen Einweg-Plastikflaschen eingespart und rund 210 Tonnen CO₂ vermieden werden.
Darüber hinaus zeigt der wissenschaftlich evaluierte Wirkbericht: 90 Prozent der Kinder nutzen die Wasserspender regelmäßig und 78 Prozent trinken seit Beginn des Projekts mehr Wasser. Zudem berichten 67 Prozent von einem bewussteren Umgang mit Wasser und Umwelt.

Routinen fördern nachhaltige Veränderung
Die Wasserschulen sind so konzipiert, dass Wasser trinken und Wasser schützen langfristig und lebensweltübergreifend im Schul- und Familienalltag sowie im Freizeitverhalten fest verankert werden. Nur so entsteht nachhaltige Veränderung. Durch gemeinsame Trinkrituale, spielerische Elemente, altersgerechte Bildungsangebote und konkrete Alltagserfahrungen entwickeln Kinder gesunde Gewohnheiten und verstehen zugleich die Bedeutung von Wasser für Mensch und Umwelt.
Darüber hinaus erleben die teilnehmenden Kinder jeden Tag, dass ihre Entscheidungen – Plastikflasche oder Wasser aus dem Hahn, Süßgetränk oder frisches Trinkwasser – einen Unterschied machen. Sie erfahren, dass Gesundheit und Umweltschutz zusammengehören und dass sie selbst Teil der Lösung sein können.
Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)
Pädagogisch orientiert sich das Projekt an den Prinzipien der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). Kinder lernen dabei nicht nur Fakten über Wasser, sondern setzen sich aktiv mit Fragen auseinander: Warum ist Wasser für unsere Gesundheit so wichtig? Welche Folgen hat unser Konsum für die Umwelt? Warum haben nicht alle Menschen weltweit Zugang zu sauberem Trinkwasser? Und welchen Beitrag kann jede/-r Einzelne leisten? So werden Gesundheitskompetenz, Umweltbewusstsein und Selbstwirksamkeit gleichermaßen gestärkt.
Mehrfach ausgezeichnet
Für ihre Bildungsprojekte wurde Gesunde Erde. Gesunde Kinder. inzwischen mehrfach ausgezeichnet. Jüngst erhielt die Initiative die Nationale Auszeichnung – Bildung für nachhaltige Entwicklung.
Das Projekt Wasserschulen wurde zudem als offizieller Partner der Initiative IN FORM ausgezeichnet, Deutschlands größter Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung. Die Auszeichnung würdigt Projekte, die einen wirksamen Beitrag zur Gesundheitsförderung leisten. Für die Wasserschulen ist sie eine wichtige Bestätigung ihrers Ansatzes, Kindergesundheit und Bildung für nachhaltige Entwicklung miteinander zu verbinden.
Fünf Jahre für nachhaltige Veränderung
Mit dem Start der zweiten Phase wird das Projekt nun konsequent weiterentwickelt. Erstmals ist die Teilnahme nicht auf zwei Jahre angelegt, sondern auf einen Zeitraum von fünf Jahren.
Diese langfristige Perspektive ermöglicht es den Schulen, Veränderungen dauerhaft zu verankern. Die Inhalte begleiten die Kinder über mehrere Schuljahre hinweg und fördern Schritt für Schritt ihre Kompetenzen in den Bereichen Gesundheit, Nachhaltigkeit und verantwortungsvolles Handeln.
Die Teilnahme ist dank der vollumfänglichen Finanzierung der Stiftung RTL – Wir helfen Kindern e. V. für Schulen kostenfrei. Die teilnehmenden Schulen erhalten u.a. einen leitungsgebundenen Trinkwasserspender mit Infoscreen (inklusive Service und Wartung), kontinuierliche Begleitung durch das Projektteam von Gesunde Erde. Gesunde Kinder., Zugang zu digitalen Lernmaterialien und Online-Seminaren sowie pädagogische Impulse und vielfältige Praxisangebote für Lehrkräfte. Neu ist ab dem Schuljahr 2026/27 auch das kostenfreie E-Learning-Angebot: Lehrkräfte erhalten im Projektverlauf zwei E-Learning Module, die ihnen einen einfachen und praxisorientierten Einstieg in verschiedene Themenkomplexe rund um Wasser ermöglichen.

Neue Partnerschaft mit der Water Is Right Foundation
Neu in Phase 2 ist außerdem die Zusammenarbeit mit der Water Is Right Foundation. Die Partnerschaft erweitert den Blick über die eigene Schule hinaus und macht globale Zusammenhänge rund um die Ressource Wasser noch stärker erfahrbar. Die Kinder lernen, wie Umwelt, Klima und Gesundheit weltweit zusammenhängen und dass sauberes Trinkwasser für viele Menschen auf der Welt keine Selbstverständlichkeit ist. Sie erfahren, welche Bedeutung der Zugang zu sauberem Trinkwasser hat und setzen sich mit Fragen der Wassergerechtigkeit, globaler Verantwortung und nachhaltiger Ressourcennutzung auseinander.